Emulgierbarkeit von Wachsen
Die Bestimmung der Emulgierbarkeit von Wachsen über den HLB-Wert, Methode nach DEUREX
Der HLB-Wert (HLB = Hydrophilic-Lipophilic Balance) beschreibt in der Chemie den hydrophilen und lipophilen Anteil von emulgierbaren Wachsen und Polymeren. Die Emulgierbarkeit von Wachsen [HLB-Methode nach DEUREX] berechnet sich wie folgt:
HLB = 20 x (1 – E/M)
M stellt die Molmasse des gesamten Moleküls dar. E ist der Energiebedarf zur Emulgierung in Wasser. Der Faktor 20 ist ein von DEUREX frei ausgewählter Skalierungsfaktor. Hintergrund: Lipophile Wachse besitzen einen HLB-Wert von 1 bis 10. Hydrophile Wachse weisen einen Wert von über 10 auf. Wobei das Maximum und somit die einfachste Emulgierbarkeit von Wachsen nach DEUREX bei 20 erreicht ist. Nicht emulgierbare Wachse weisen rechnerisch negative HLB-Werte aus, werden nach HLB DEUREX mit der Zahl "0" bewertet. Somit ergibt sich eine Skala von 0 bis 20. Die Einteilung der Emulgierbarkeit:
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HLB-Wert |
Emulgierbarkeit |
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0 |
Nicht oder nicht wirtschaftlich emulgierbar. |
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1 - 4 |
Schwer emulgierbar. Mit guter Hochdrucktechnologie möglich. |
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5 - 9 |
Emulgierbar mit Hochdrucktechnologie, milchige Endprodukte. |
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10 - 14 |
Emulgierbar mit Autoklaven, feine Partikel, milchige Endprodukte |
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15 - 20 |
Einfach emulgierbar, feinste Partikelgrößen, Qualitäten transparent und Farbe wie Apfelsaft. Niedrige Herstellkosten. Emulgator-Dosis kann mit steigendem HLB-Wert deutlich reduziert werden. |
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18 - 20 |
Drucklos emulgierbar. |

